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Fortbildung zum Thema "Genogrammarbeit"

Im November 2014 und im März 2015 hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Internates Gut Böddeken, des Hauses Ulrich, des Hauses Meinulf sowie der Grabbe-WG die Gelegenheit, sich im Rahmen einer internen Weiterbildung ausführlich über das Thema "Genogrammarbeit" zu informieren. Unter der Leitung von Gisela Speckemeier, Supervisorin und systemische Familientherapeutin, erhielten die pädagogischen Fachkräfte aus den vier o.g. Einrichtungen der Fachinstitute Blauschek nicht nur einen Einblick in das systemische Denken, sondern bekamen auch viele Methodenansätze vermittelt, die positive Möglichkeiten zur Umsetzung im jeweiligen Arbeitsalltag bieten.

Gisela Speckemeier stellte den Hintergrund und die Umsetzung von Genogrammen vor, die zukünftig in den Fachinstituten zum Standard bei der Anamnese von Neuaufnahmen in die Wohngruppen gehören werden und einen positiven Blick in das Familiensystem von Kindern und Jugendlichen ermöglichen sollen. Als Beispiel bekamen die Seminarteilnehmer/innen den Auftrag, ihr eigenes Genogramm zu erstellen. Dieses wurde im Anschluss diskret vertrauten Kollegen/innen vorgestellt und unter vorgegebener Fragestellung nach Ressourcen und nach eigener Haltung schauend bearbeitet. Dies eröffnete den Mitarbeiter/innen die Möglichkeit, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie Kinder und Jugendliche der Wohngruppen in ihren Familien involviert sind und welche Position sie in „ihrem System“ einnehmen.

Im zweiten Teil der Fortbildung stellte Gisela Speckemeier erneut verschiedene Methoden mit systemischer Haltung vor, die auch aus Genogrammen resultieren können. Unter anderem stellte sie die theoretischen Grundlagen und den Ursprung bzw. die Entwicklung des systemischen Denkens vor, um ein Verständnis dieser Sichtweise und Wahrnehmung zu erklären.
Um selbst die Erfahrung machen zu können, bearbeiteten die pädagogischen Fachkräfte dann unter verschiedenen Fragestellungen eigene Problemsituationen mit Wertschätzung des Gesprächspartners. Im Folgenden änderte sich die Aufgabe, indem das Gesprächspaar in die Ressourcenbildung, bezogen auf das zuvor beschriebene Problem, wechselte. Dies machte deutlich, wie wichtig zwar die Wahrnehmung und Wertschätzung des Problems sind, die Suche nach der Lösung aber die Grundlage zur Bearbeitung des Themas mit positiver Ausrichtung zu betrachten ist. Eine weitere Arbeitshilfe stellt die Hypothesenbildung dar. Betrachtet man ein Genogramm und beschäftigt sich mit den Beschreibungen der betroffenen Personen, stellt sich die Frage zur Lösung des vorhandenen Problems. Hierzu ist die Hypothesenbildung hilfreich.

Auch im zweiten Teil der Fortbildung bekamen die Mitarbeiter/innen einen intensiven Einblick in das systemische Denken und Arbeiten in der Jugendhilfe. Dieser Einblick ermöglicht es nun, verschiedene Methoden im Alltag anzubringen und erhaltene Aufträge unter anderen Gesichtspunkten wahrzunehmen und umzusetzen.

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